44. Württembergischen Seniorenmeisterschaften

 

3 Titel durch Rolf Groß, je 2 x Ilona Banzhaf, Judith Kintsch, Margarete Köngeter, Günther Ulmer und Klaus Krüger

(von Richard Döschl) Der FVV Wasseralfingen als Ausrichter der 44. Württembergischen Seniorenmeisterschaften ist kein Unbekannter im Württembergischen und Deutschen Tischtennisgeschehen. So machte sich die Viktoria schon seit gut 25 Jahren durch die Ausrichtung von zahlreichen- und anderem auch von neun internationalen Wettkämpfen einen guten Namen im Deutschen Tischtennissport.

Die Aalener Greuthalle war 1983 Austragungsort des Länderkampfes Deutschland- CSSR. 1988 wurde der 2. Erdteilkampf Europa- Asien, 1995 das Finale Deutschland- Belgien in der Europäischen Superdivision und 1996 und 1998 das European-Master-Turnier ausgetragen. Im Vorspann dazu wurde für die Aalener Jugend auf dem Marktplatz an 25 Tischtennisplatten ein Jedermann-Turnier angeboten. 2001 folgte dann das Spiel der Europaliga Superdivision zwischen Deutschland und Österreich. Daneben ist der FVV jährlich, seit 1992, Ausrichter eines Zweiermannschafts-Turniers für die Bezirke Rems, Hohenlohe, Ulm und Ostalb.

Die Ausrichtung der größten und umfangreichsten Meisterschaften im TTVWH stellte eine neue Herausforderung dar. Entsprechend musste schon im Vorfeld alles geplant, vorbereitet, terminiert und organisiert werden. Die Anmeldungen übers Internet, die Auslosung mit dem RL für den Seniorensport, Karl Vochezer und dem Seniorenausschuß, das Programmheft, die Pokale, Urkunden, Geschenke usw. , die Hallenausstattung der Schiedsrichtereinsatz, die Übernachtungen im Ramadan-Treff-Hotel, der Kameradschaftsabend und und und. Es hat alles gut geklappt. Gut funktioniert hat auch der Zeitplan, die Koordinierung der beiden Hallen, obwohl in einigen Wettbewerben Einzel und Doppel nicht in der gleichen Halle stattfinden konnten.

Dank der Turniersoftware des TTVWH ging alles zügig voran. Spieler und Zuschauer wurden durch den Aushang der Ergebnisse in den einzelnen Wettbewerben schnellstens informiert. Ein gut funktionierendes Team, an der Spitze mit Abteilungsleiter Harald Schiele, der für die Gesamtleitung zuständig war, mit Walter Funk vom Schul- und Sportamt Aalen, der u. a. das Programmheft erstellte, mit Ralph Bolsinger und Klaus Berreth an den Laptops und vielen, vielen Helfern. Nicht zuletzt auch Dank des Pressewartes und Hallensprechers Manfred Höflacher, der beim Turnier, der Siegerehrung und beim Kameradschaftsabend stets die richtigen Worte fand und viel zum würdigen Rahmen der Meisterschaften beitrug. Viele Teilnehmer sagten zum Abschied: es war schön bei euch an den zwei Tagen.

Unter 292 angemeldeten Teilnehmern stellte der Bezirk Rems mit 50 Anmeldungen die meisten Starter. Es folgten Ostalb(43), Allgäu-Bodensee(36), Ulm und Alb(je 26), Ludwigsburg und Esslingen mit (je 17). Überraschung auf Überraschung folgte bei den 44. Titelkämpfen der Senioren in den Viertel- Halb- und Finalspielen in den Klassen S-40 und S-50 bei den Damen und Herren. Nicht die Vorjahressieger standen auf dem obersten Treppchen, sondern neue Spielerinnen und Spieler erklommen die höchsten Stufen in den beiden Wettbewerben.

Roman Domagala vom VFR Birkmannsweiler hieß am Ende der Sieger in der 40-Klasse. Nach dem Sieg im Halbfinale gegen Jürgen Scherer vom TSV Wäschenbeuren bezwang er im Finale Exoberligaspieler Alexander Mohr (TSV Nusplingen). Dieser wiederum setzte sich gegen Vorjahressieger Michael Krumtünger vom TTC Ottenbronn durch. Parallel bei den Damen gab es mit der Vorjahrszweiten Petra Reinhardt (SV Neckarsulm) ebenso eine neue Titelträgerin. Sie gewann gegen ihre Vereinskameradin und Vorjahresdritte Kerstin Rehse glatt mit 3:0. Den dritten Platz teilten sich die Ostälblerin Petra Fuchs-Stegmaier (TSV Hüttlingen) und Sabine Aschenbrenner (ebenfalls SV Neckarsulm). Im S-50 Wettbewerb holte sich, nachdem Vorjahressieger Michael Landrock vom SSV Ulm nicht am Start war, ebenfalls ein Ungesetzter den Titel. Nach dem Halbfinalsieg gegen Alois Münch (SV Korntal) gewann Harald Maier (TTC Ergenzingen) das Endspiel gegen Horst Tiederle (TSV Neuenstein). Tiederle bezwang zuvor Dietmar Wenig vom TSV Allmersbach. Bei den Damen siegte hier ganz überraschend Ilona Banzhaf (TSV Untermberg). Sie schaltete im Halbfinale ihre Vereinskameradin, Vorjahressiegerin und Favoritin, Eva Engel aus und gewann das Finale gegen Helga Nägele vom SSV Ulm. Weitere Dritte wurde hier Anne-Maria Pelz (FC Mittelstadt).

Die S-60-Klasse gewann nicht ganz unerwartet der Vorjahreszweite Gert Lang (SG Schorndorf). Bei den Damen gab es das gleiche Ergebnis wie in Biberach. 1. Judith Kinsch, 2. Margarete Köngeter, 3. Doris Ruoff und Marlis Ziebarth. Den 65er-Wettbewerb gewann Exweltmeister Günther Ulmer (TV Oeffingen) und bei den Damen gewann die Vorjahreszweite Hannelore Kaysser (TTC Stuttgart). Bei S-70 stand Klaus Krüger (SV Neckarsulm) auf dem obersten Treppchen. Bei den Damen gewann die zusammengefasste 70-80-Klasse die Vorjahrszweite Gerda Beck (TTC Stuttgart). Wiederum gelang es Walter Fleiner vom SV Sulzbach nicht gegen seinen Doppelpartner und dreifachen Titelträger Rolf Groß (Spvgg Neuwirtshaus) zu gewinnen. Beide zusammen gewannen ja schon bei Europameisterschaften den ersten zweiten und dritten Platz und bei den Weltmeisterschaften ebenfalls Platz drei. Im Wettbewerb Herren S-80 wurde die Platzierung von Biberach gedreht. Dieses Mal gewann Alfred Kocher (SKG Gablenberg) vor Armin Eckert (TSG Ailingen).

Am Samstagabend beim Kameradschaftsabend im Ramada-Treff-Hotel wurde Ulrich Dochtermann (TSV Musberg), letztjähriger Sieger der S-60-Klasse, für seine sportlichen Erfolge, mehrmals Württembergischer Meister, Süddeutscher und Deutscher Meister bei den Senioren, besonders geehrt. Ressortleiter Seniorensport im TTVWH, Karl Vochezer ehrte ihn mit dem Alfred- Nollek-Ehrenpokal und wünschte ihm weiterhin großen sportlichen Erfolg.

Kommentare zur Württ. Seniorenmeisterschaft in Aalen

Karl Vochezer, RL Seniorensport im TTVWH
„Eine solch große Veranstaltung, die größte und schwierigste im TTVWH, steht und fällt mit der Vorbereitung darauf: und die war hervorragend. Die Ausschreibung und Meldung übers Internet, die Auslosung und Eingabe gleich über die Laptops, die ganze Organisation durch den Ausrichter, die Viktoria Wasseralfingen, die Ausstattung durch TSP und der Einsatz der Schiedsrichter am Sonntag., alles hat gestimmt. Leider musste in zwei Hallen gespielt werden, aber auch das hat einigermaßen funktioniert. Vor allem der FVV hat auf allen Positionen kompetente Leute eingesetzt und wenn was anfiel, wurde dies auch gleich geregelt/ behoben. Die Gruppenspiele am Samstag konnten einigermaßen dem Zeitplan entsprechend abgewickelt werden. Der Höhepunkt war dann der Kameradschaftsabend im Ramadan-Treff-Hotel. Ein großes Lob an die Viktoria mit der Buchung im Hotel und für das „Bonbon“ durch die Stadt Aalen mit dem kostenlosen Besuch der Limesthermen. Die Spiele am Sonntag waren eine Werbung für den TT-Sport. Vor allem in den 40er- und 50er-Klassen wird das Niveau immer höher und es wird immer athletischer gespielt. Gesamt betrachtet muss ich ein großes Lob an die Viktoria aussprechen, ich kann nicht sagen, wo man etwas besser hätte machen können oder wo etwas gefehlt hat“.

Margarete Köngeter, Seniorensprecherin und Schriftführerin im Seniorenausschuß
„Die Greuthalle hat sich räumlich sehr gut dargestellt. Für die Zuschauer und Spieler war genügend Platz vorhanden und man hätte von vorne oder der Seite einen guten Überblick. In der unteren Halle, der Karl- Weiland- Halle war ich nicht. Ich habe nur gehört, dass es dort etwas warn war und eng zuging. Die Spiele am Sonntag kamen zeitlich etwas in Verzug. Ansonsten bin ich mit der ganzen Darstellung der Meisterschaften sehr zufrieden, vor allem auch mit dem Kameradschaftsabend und der Unterbringung im Hotel“.

Kurt Schmid, ehemaliger. Vorsitzender im Seniorenausschuß
„Ich finde die ganze Aufmachung, das Erscheinungsbild der Greuthalle sehr gut. Ebenso die Austragung der gesamten Meisterschaften. Ich kann dabei nichts beanstanden. Persönlich bin ich dieses Mal nicht ins Halbfinale gekommen, der zweite Platz im Doppel mit Gerasch entschädigt mich ein bisschen dafür. Meiner Ansicht kann man ein solch großes Turnier mit 26 Wettbewerben, ausgetragen in zwei Hallen, kaum besser machen. Diejenigen, die es besser machen wollen, sollen sich dann ruhig melden und dies unter Beweis stellen“.

Rolf Groß, Seniorenwart im Bezirk Stuttgart, Mitglied im Seniorenausschuß
„Es war alles Spitze, alles hat gut geklappt. Ich bin rundum mit allem zufrieden, aber nicht nur weil ich alle drei Titel errungen habe. Die Spiele wurden zeitgerecht aufgerufen, für Spieler und Zuschauer waren genügend Stühle vorhanden und das Verpflegungsangebot hat auch gestimmt. Leider gibt es in unseren Klassen wenig erstklassige Neulinge. Man kennt sich schon lange und ist mit den meisten auch gut befreundet .Aber das wird sich mit der Zeit schon andern, wenn die Jüngeren nachrücken“.

Petra Reinhardt, Spielerin
„Ich bin rundum zufrieden. In einer Halle, wie im letzten Jahr, wäre alles übersichtlicher gewesen. Aber daran kann man nichts ändern. Nach zwei zweiten Plätzen und einer Meisterschaft im Vorjahr habe ich dieses Mal dafür im Einzel gewonnen und im Doppel und Mixed jeweils den dritten Platz errungen. Die Spiele wurden einigermaßen zeitgerecht ausgetragen. Es hat mir sehr gut gefallen und ich habe viele Bekannte vom letzten Jahr wieder getroffen“.

Hans- Peter Wörner, RL Schiedsrichterwesen im TTVWH
Die Veranstaltung war aus Sicht der Schiedsrichter gut vorbereitet und organisiert. Man muss berücksichtigen, dass Greut- und Karl- Weiland- Halle, im Vergleich zu Biberach, ein ziemliches Stück Weg auseinander liegen. Dies hat der FVV fast problemlos bewältigt und hatte die Meisterschaften an beiden Tagen jederzeit im Griff.

 

Fotos

WEM 2006
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TSV 1848 e.V. Wasseralfingen - Abteilung Tischtennis - 02.08.08